Über mich

 .........den Bildhauer
 
Nach meiner Ausbildung im väterlichen Bildhauerbetrieb und nach Erhalt des staatlichen Diploms als Bildhauer hatte ich meine ersten Ausstellungen in Guinea, Kamerun und Elfenbeinküste. Danach folgten Ausstellungen in Europa. Bei der EXPO 2000 war ich Hauptrepräsentant meines Heimatlandes.

Seit 2006 betreibe ich in Altena eine eigene Galerie und Werkstatt. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus ganz unterschiedlichen Materialien wie Holz, Stein oder Knochen. Die Größe der Skulpturen reicht von mini bis überlebens-groß. Die Skulpturen sind sowohl im traditionellem Stil als auch in moderner Form ausgeführt.
  
Auf Ausstellungen, Festen und Messen arbeite ich gerne vor und mit den Besuchern. Ich erkläre grundsätzliche Regeln der Bildhauerei und die Handhabung der Werkzeuge. Für mich ist es immer wieder schön zu sehen, wenn Besucher die Lust an der eigenen Kreativität entdecken.

 

 



...........den Musiker

Bereits als kleiner Junge habe ich begonnen auf den traditionellen Instrumenten der Malinke zu spielen. Unterrichtet wurde ich dabei von großen Meister wie zum Beispiel Sedu, Nunke ,Famori und Dija. Heute beherrsche ich eine Reihe von Instrumenten, wie zum Beispiel Djembe, Bougarabou, Basstrommeln, Krin, Balfon, Kora und noch einige mehr.

Früh habe ich auch begonnen eigene Texte und Rhythmen zu schreiben und zu komponieren.

Nachdem es 2009 nach dem Attentat auf den damals amtierenden Präsidenten zu Unruhen kam, habe ich ein Lied über die Gleichheit und Gleichwertigkeit aller in Guinea lebenden Volksgruppen geschrieben. Ich habe in diesem Lied meine Meinung zum Ausdruck gebracht, dass Gewalt und gegenseitiges Morden kein Mittel zur Lösung von Problemen ist.

Dieses Lied, mit dem Titel "Anjebeng" wurde landesweit über viele Wochen täglich von Radio und Fernsehen ausgestrahlt und war sicher ein kleiner Betrag dazu, dass die anschließende Präsidentschaftswahl friedlich verlaufen ist.

Musik ist für mich ohnehin das schönste Mittel zur Völkerverständigung. Wenn ich mit den Mitgliedern meiner Band bei Proben und Auftritten, oder mit Freunden und Besuchern ganz spontan musiziere, bin ich glücklich, wenn ich beobachten kann, dass Menschen aus der ganzen Welt zumindest für kurze Zeit den Alltag und ihre Sorgen vergessen.

 

 



........den Instrumentenbauer

In meiner Familie hat nicht nur die Bildhauerei sonder auch der Instrumentenbau seit vielen Generationen Tradition.

So verwundert es nicht, dass ich bereits als Fünfjähriger angefangen habe meine ersten einfachen Trommeln zu bauen. Mein Vater gab mir dann im laufe der Jahre all sein Wissen weiter und lehrte mich auch den Bau komplizierterer Instrumente.

Heute beherrsche ich den Bau aller in meiner Heimat üblichen traditionellen Instrumente.

Ein großer Teil der Instrumente geht auch nach ganz Europa.

Ich freue mich immer wieder, wenn ich sehe, dass meine Trommeln und andere Instrumente dazu beitragen, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen Kulturkreisen sich kennen und verstehen lernen.

Richtig glücklich bin ich, wenn dadurch sogar Freund-schaften entstehen.